Der Wilde Westen - oder oft
 da gewesen und immer wieder anders


Übersicht - im Westen, wo Kamerun etwas anders ist

Dschang
Limbe
Buea
Chefferien von Bafut, Foumban und Bandjoun
Ekom-Fälle
Mount Cameroun
Teestraße von Buea nach Limbe
Bamessing
Bafoussam
Bamboutos Bergtour        

Eine der touristisch interessantesten Regionen Kameruns, die Region West. Die Landschaft ist von der Atlantikküste über den tropischen Regenwald bis zum Grasland der Hochplateaus sehr abwechslungsreich und interessant. Hier im Westen liegt wegen der sehr fruchtbaren Vulkan-Böden auch die landwirtschaftliche Schatzkammer des Landes. Die meisten Plantagen (Tee, Bananen, Ölpalmen, Kautschuk, Kaffee) befinden sich ebenso in diesem Gebiet.


Der Westen ist sehr bekannt für seine Handwerkssachen und Chefferien. Besonders sehenswert sind unserer Meinung nach die Chefferien in Bafut, Foumban und Bandjoun. Auch die traumhaft schöne Landschaft hat uns jedes Mal begeistert. Eine sehr schöne Tour haben wir von Dschang aus zu dem Vulkankrater des Mont Manengouba unternommen. Eine andere Tour führte uns in die Bamboutos - Berge. Oder kommt doch einfach mit über die "alte Teestraße" zur Engelskirche.

Bamenda

Bamenda liegt in einem Talkessel auf ca 1240 m, umgeben von hohen Bergen. Die Hauptstadt des Nordwesten ist englischsprachig und hat um die 160.000 Einwohner. Wir sind immer froh und auch überrascht, wie anders die Leute hier sind. Gastfreundschaft und Freundlichkeit sind hier wahrscheinlich noch keine Fremdwörter, im Gegensatz zu Jaunde (manchmal). Eigentlich übernachten wir immer im Sky Line Hotel. Von hier aus kann man wunderschön auf das im Tal liegende Bamenda sehen. Der Westen ist in Kamerun sehr bekannt für sein Kunsthandwerk und so kommen wir schon das ein oder andere Mal zum "Shopping" hier her. Man kann sich aber auch nur ein paar interessante Dinge anschauen und dazu sind Bamenda und unser "Adlerhorst", das Hotel, der ideale Ausgangspunkt.

In Bamenda selber kann man sich z.B. die Herstellung von Figuren, Masken, Schmuck oder Schlüsselanhängern nach der traditionellen Methode des Gelbguß, oder auch "verlorene Form" genannt, anschauen. Das ist wirklich erstaunlich, was die Leute da aus altem Messingschrott noch giesen können. So wird's gemacht:

  • man fertigt ein Wachsmodel (Bienenwachs)
  • dann bringt man einen Gußkanal an das Model an
  • das Wachsmodel wird mit einem Tonmantel umhüllt
  • das getrocknete Tongebilde wird im Feuer erhitzt
  • nun läßt man das flüssige Wachs herauslaufen
  • in den Hohlraum wird nun das geschmolzene Metall gegossen
  • nach dem Erkalten wird der Tonmantel zerschlagen
  • die Form ist "verloren"
  • die Nachbearbeitung ist der letzte Schritt

Die Kunsthandwerkssachen kann man dann in einem der vielen Shops wieder finden. Einer dieser Shops hat eine wunderbare Terrasse mit Restaurant. Hier haben wir schon oft unseren Hunger gestillt und dabei die Aussicht auf Bamenda und seine Umgebung genossen. Ansonsten gibt es nicht viel zu sehen in Bamenda, aber wie schon gesagt ist der Ort ein guter Ausgangspunkt für weitere Ausflüge und Entdeckungsreisen, wie zum Beispiel nach Bafut oder Bamessing.

Bamessing

So viel gibt es über Bamessing nicht zu berichten, wenn da nicht diese Töpferei wäre. Angekommen an der Töpferei, wird man gleich herzlich empfangen. Man kann dann die Töpferei besichtigen und es wird jeder Arbeitsschritt genau erklärt. Die sehr einfach wirkende Werkstatt stellt erstaunlich schöne Sachen her, die man dann nach der Besichtigung auch kaufen kann. Wir haben auch schon ein paar mal kräftig zugeschlagen. In einer Ecke haben wir mal eine Kiste gesehen mit einer Adresse in Deutschland. Die Sachen werden von hier aus an "Dritte-Welt-Läden" verkauft. Was so eine Tasse dann in Deutschland kostet und was die Leute hier bekommen, möchte ich besser nicht wissen. In der Töpferei gibt es weder Strom noch fließend Wasser. Von Bamenda gelangt man über eine Pass-Straße nach Bamessing, d.h. von Bamenda her geht es erst bergauf und dann nach Bamessing bergab. Die Landschaft, die sich einem dort bietet, ist wunderschön. Der Blick ins Tal ist allein schon den Ausflug nach Bamessing wert. Die Straße ist neu geteert und sehr gut zu befahren. Ganz anders der Teil der Ring Road, der hinter Bamessing anfängt. Ein echtes Abenteuer für Leute, die mal wirklich wissen wollen, was man mit einem Geländewagen macht. Die Ring Road beginnt und endet in Bamenda.

 

Bafoussam

Bafoussam liegt auf 1440 Metern Höhe und ist mit 150.000 Einwohnern die 6. größte Stadt in Kamerun. Für uns persönlich ist Bafoussam die wohl häßlichste Stadt in Kamerun, aber man muß nun mal durchfahren, wenn man z.B. nach Bamenda möchte. Wir können nur unsere Freunde bewundern, die dort leben. Der Vorteil zu Jaunde ist, daß es ruhiger ist und die Leute nicht so aggresiv sind. Außerdem sind die Temperaturen sehr angenehm auf 1400m. Dadurch verschimmeln die CD's, Videos oder Klamotten und Ledersachen nicht so schnell.

Bamboutos Bergtour

Von Dschang oder Baffoussam kann man eine wunderschöne Bergtour in die Bamboutos Bergwelt unternehmen. Wir haben diese Tour in die Berge mit dem Geländewagen gemacht. Die sogenannte Kamerun-Linie besteht aus vulkanischen Bergmassiven, die mit den Inseln Sao Tomé und Principe ihren Anfangspunkt nimmt und dann weiter über den höchsten Berg Westafrikas, den Mount Cameroun geht. Weiter landeinwärts setzt sich die Bergkette mit den Manengouba Bergen (2411m), den Bamboutos Bergen (2740m) bis zum Mount Oku (1200m) fort. Die Bergmassive des Westens sind umgeben von sanftwelligem grünen Hügelland. Man kann hier viele Kraterseen, unzählige kleine Flüsse und Wasserfälle bewundern. Auch auf der Tour durch die Bamboutos Berge haben wir uns fast wie auf einer Alm in den Alpen gefühlt. Hier im Hochland des Westens wird viel Kaffee und Tee angebaut und viele der Berghänge sind bewirtschaftet. Auf dem Weg zurück hatten wir noch eine Schrecksekunde zu überstehen. Die sehr schmalen Wege waren an einer Stelle sehr schlammig. Wir wollten eines dieser Schlammlöcher umfahren und sind dabei fast in den Abgrund gestürzt. Das Auto saß mit allen vier Rädern auf und das linke Hinterrad hat schon frei über dem Abgrund gedreht. Wir sind dann auf der Beifahrerseite ausgestiegen. Zum Glück waren wir mit zwei Autos unterwegs und so haben wir mit dem ersten Auto unseren Niva rausgezogen. Gott sei Dank ist alles gut gegangen, aber der Schock hat mir noch bis nach Hause in den Knochen gesteckt.

Auf der Terrasse

























 -- Bamessing --

Toepferwerkstatt

Nach Bamessing

Panne an der Ringroad

Wie auf einer Alm




--- Bafoussam ---

Die Strassen von  Bafoussam

 --- Bamboutos ---

Auto am Abgrund

Kinder in einem Dorf

Das Bamboutos Team


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