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Der Westen ist sehr bekannt für seine Handwerkssachen und
Chefferien. Besonders sehenswert sind unserer Meinung nach die Chefferien
in Bafut, Foumban
und Bandjoun. Auch die traumhaft
schöne Landschaft hat uns jedes Mal begeistert. Eine sehr schöne
Tour haben wir von Dschang aus zu dem Vulkankrater des Mont Manengouba
unternommen. Eine andere Tour führte uns in die Bamboutos -
Berge. Oder kommt doch einfach mit über die "alte
Teestraße" zur Engelskirche.
Bamenda
Bamenda liegt in einem Talkessel auf ca 1240 m, umgeben von hohen
Bergen. Die Hauptstadt des Nordwesten ist englischsprachig und hat
um die 160.000 Einwohner. Wir sind immer froh und auch überrascht,
wie anders die Leute hier sind. Gastfreundschaft und Freundlichkeit
sind hier wahrscheinlich noch keine Fremdwörter, im Gegensatz
zu Jaunde (manchmal). Eigentlich übernachten wir immer im Sky
Line Hotel. Von hier aus kann man wunderschön auf das im Tal
liegende Bamenda sehen. Der Westen ist in Kamerun sehr bekannt für
sein Kunsthandwerk und so kommen wir schon das ein oder andere Mal
zum "Shopping" hier her. Man kann sich aber auch nur ein
paar interessante Dinge anschauen und dazu sind Bamenda und unser
"Adlerhorst", das Hotel, der ideale Ausgangspunkt.
In Bamenda selber kann man sich z.B. die Herstellung von Figuren,
Masken, Schmuck oder Schlüsselanhängern nach der traditionellen
Methode des Gelbguß, oder auch "verlorene Form"
genannt, anschauen. Das ist wirklich erstaunlich, was die Leute
da aus altem Messingschrott noch giesen können. So wird's gemacht:
- man fertigt ein Wachsmodel (Bienenwachs)
- dann bringt man einen Gußkanal an das Model an
- das Wachsmodel wird mit einem Tonmantel umhüllt
- das getrocknete Tongebilde wird im Feuer erhitzt
- nun läßt man das flüssige Wachs herauslaufen
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- in den Hohlraum wird nun das geschmolzene Metall gegossen
- nach dem Erkalten wird der Tonmantel zerschlagen
- die Form ist "verloren"
- die Nachbearbeitung ist der letzte Schritt
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Die Kunsthandwerkssachen kann man dann in einem
der vielen Shops wieder finden. Einer dieser Shops hat eine wunderbare
Terrasse mit Restaurant. Hier haben wir schon oft unseren Hunger
gestillt und dabei die Aussicht auf Bamenda und seine Umgebung genossen.
Ansonsten gibt es nicht viel zu sehen in Bamenda, aber wie schon
gesagt ist der Ort ein guter Ausgangspunkt für weitere Ausflüge
und Entdeckungsreisen, wie zum Beispiel nach Bafut
oder Bamessing.
Bamessing
So viel gibt es über Bamessing nicht zu berichten, wenn da
nicht diese Töpferei wäre. Angekommen an der Töpferei,
wird man gleich herzlich empfangen. Man kann dann die Töpferei
besichtigen und es wird jeder Arbeitsschritt genau erklärt.
Die sehr einfach wirkende Werkstatt stellt erstaunlich schöne
Sachen her, die man dann nach der Besichtigung auch kaufen kann.
Wir haben auch schon ein paar mal kräftig zugeschlagen. In
einer Ecke haben wir mal eine Kiste gesehen mit einer Adresse in
Deutschland. Die Sachen werden von hier aus an "Dritte-Welt-Läden"
verkauft. Was so eine Tasse dann in Deutschland kostet und was die
Leute hier bekommen, möchte ich besser nicht wissen. In der
Töpferei gibt es weder Strom noch fließend Wasser. Von
Bamenda gelangt man über eine Pass-Straße nach Bamessing,
d.h. von Bamenda her geht es erst bergauf und dann nach Bamessing
bergab. Die Landschaft, die sich einem dort bietet, ist wunderschön.
Der Blick ins Tal ist allein schon den Ausflug nach Bamessing wert.
Die Straße ist neu geteert und sehr gut zu befahren. Ganz
anders der Teil der Ring Road, der hinter Bamessing anfängt.
Ein echtes Abenteuer für Leute, die mal wirklich wissen wollen,
was man mit einem Geländewagen macht. Die Ring Road beginnt
und endet in Bamenda.
Bafoussam
Bafoussam liegt auf 1440 Metern Höhe und ist mit 150.000 Einwohnern
die 6. größte Stadt in Kamerun. Für uns persönlich
ist Bafoussam die wohl häßlichste Stadt in Kamerun, aber
man muß nun mal durchfahren, wenn man z.B. nach Bamenda möchte.
Wir können nur unsere Freunde bewundern, die dort leben. Der
Vorteil zu Jaunde ist, daß es ruhiger ist und die Leute nicht
so aggresiv sind. Außerdem sind die Temperaturen sehr angenehm
auf 1400m. Dadurch verschimmeln die CD's, Videos oder Klamotten
und Ledersachen nicht so schnell.
Bamboutos Bergtour
Von Dschang oder Baffoussam kann man eine wunderschöne Bergtour
in die Bamboutos Bergwelt unternehmen. Wir haben diese Tour in die
Berge mit dem Geländewagen gemacht. Die sogenannte Kamerun-Linie
besteht aus vulkanischen Bergmassiven, die mit den Inseln Sao Tomé
und Principe ihren Anfangspunkt nimmt und dann weiter über
den höchsten Berg Westafrikas, den Mount Cameroun geht. Weiter
landeinwärts setzt sich die Bergkette mit den Manengouba Bergen
(2411m), den Bamboutos Bergen (2740m) bis zum Mount Oku (1200m)
fort. Die Bergmassive des Westens sind umgeben von sanftwelligem
grünen Hügelland. Man kann hier viele Kraterseen, unzählige
kleine Flüsse und Wasserfälle bewundern. Auch auf der
Tour durch die Bamboutos Berge haben wir uns fast wie auf einer
Alm in den Alpen gefühlt. Hier im Hochland des Westens wird
viel Kaffee und Tee angebaut und viele der Berghänge sind bewirtschaftet.
Auf dem Weg zurück hatten wir noch eine Schrecksekunde zu überstehen.
Die sehr schmalen Wege waren an einer Stelle sehr schlammig. Wir
wollten eines dieser Schlammlöcher umfahren und sind dabei
fast in den Abgrund gestürzt. Das Auto saß mit allen
vier Rädern auf und das linke Hinterrad hat schon frei über
dem Abgrund gedreht. Wir sind dann auf der Beifahrerseite ausgestiegen.
Zum Glück waren wir mit zwei Autos unterwegs und so haben wir
mit dem ersten Auto unseren Niva rausgezogen. Gott sei Dank ist
alles gut gegangen, aber der Schock hat mir noch bis nach Hause
in den Knochen gesteckt.
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-- Bamessing --




--- Bafoussam ---

--- Bamboutos ---


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