Der Wilde Westen - oder oft
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Mount Cameroun
Teestraße von Buea nach Limbe

Rund um den Mount Cameroun


Am Fusse des Kamerunberges gibt es eigentlicht immer was zu entdecken. Sei es der eigene Charakter der einztigen deutschen Kolonialhauptstadt Buea, oder eine Wanderung zum den Vulkanausbruchststellen von 1999. So viel wollen wir aber nicht verraten. Seht selbst was wir so alles entdeckt haben.

Mount Cameroun

Der Berg:

4070m hoch ist der höchste Berg in Kamerun und damit ist er gleichzeitig auch der höchste Berg in Westafrika. Touristisch gesehen ist er sicherlich ein lohnenswertes Ziel. Für die Besteigung sollte man gut vorbereitet sein und ein wenig Kondition ist bei Touren von 2-4 Tagen auch kein Nachteil. Die GTZ hat im Rahmen eines Mount Cameroun Projekts den Versuch gemacht, eine Art Ökotourismus aufzubauen. Dabei bietet die GTZ verschiedene interessante Touren mit angelernten Bergführern an. Die Bergführer waren früher zum Teil Jäger ( Wilderer ) und kennen sich daher sehr gut mit der Tier- und Pflanzenwelt des Mount Cameroun aus. Einmal jährlich findet auch ein Mount-Cameroun-Lauf statt, wobei die Athleten den Berg hoch und wieder runter laufen müssen. Der Sieger hatte beim letzten Lauf eine Zeit von ca. 4 1/2 Std benötigt. Absoluter Wahnsinn!!!

Der Ausbruch:
Als der portugiesische Seefahrer Fernando Po'o 1472 den Kamerunberg entdeckte, war dieser auch damals in vollem Ausbruch und Po'o taufte ihn "Sitz der Götter". Heutzutage hat der Ausbruch am 3. April 1999 mit Erdbeben in Limbe begonnen, die noch in Douala spürbar waren. Das kamerunische Fernsehen hatte ganze 2 Stunden über die ersten Ausbrüche berichtet. Durch die Beben wurden einige Lehmhütten am Fuße des Mount Cameroun zerstört. Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. Daß wir uns das Schauspiel nicht entgehen lassen konnten, ist ja wohl klar. Also haben wir einen Wochenendaussflug nach Limbe gamacht. Wir hatten schon das Schlimmste an "Lavatourismus" befürchtet und nicht mehr mit einem freien Zimmer gerechnet, doch alles lief wunderbar und wir haben im gewohnten Hotel namens Miramar noch ein Zimmer bzw. Bungalow gekriegt. Wir waren schon sehr aufgeregt und ungeduldig, endlich die Lava zu sehen. Es waren doch schon einige, aber eher unglaubwürdige Gerüchte bis Jaunde vorgedrungen, was die Ausmaße der Lava betrifft. Wir haben uns auf den Weg zum "Mile 11" gemacht. Die Straße führt entlang der Küste und schon von Weitem konnte man den Rauch sehen, der aus den Palmölplantagen aufstieg. Hier sind ein paar Bilder, nachdem die Lava die Straße überschritten hatte. Nur noch wenige Meter bis zum Meer. Zu jenem Zeitpunkt war auch noch unklar, ob sich die Zunge noch weiter bewegt und evtl. doch noch in's Meer fließt. Hier die atemberaubenden Ausmaße: Höhe der ganzen Lavazunge ca. 10 - 20 Meter, Breite um die 500 Meter. Das war schon wahnsinnig beeindruckend und vor allem heiß. Ein langer Stock, den wir aus einiger Entfernung auf einen herabgefallenen Stein gehalten haben, hat sofort Feuer gefangen. Ein paar Wochen später sind die Schaulustigen dann schon auf der Lava herumspaziert - manche auch nicht ohne Folgeschäden, da das Zeug doch noch recht heiß war. Überhaupt waren wir zu einem sehr guten Zeitpunkt in Limbe. Die Lava hat noch geglüht, was nachts besonders spektakulär war. Es waren auch noch nicht zu viele Leute angereist. Die ersten Händler hatten gerade ihren Sitz von Limbe zur Lavabrücke verlegt, um Obst, Getränke oder eben die ersten Fotos von dem Naturereignis an den Mann zu bringen. Inzwischen hat man um die Lavazunge, die über die Straße geflossen ist, eine provisorische Straße gebaut. Damit ist auch wieder der Weg zu unserem Lieblingsstrand frei. Wir halten Euch auf dem Laufenden, falls es wieder etwas Neues geben sollte.

Doch jetzt kommt mit uns auf den Mount Cameroun

Buea

Das PuttkammerschloßUnsere alte koloniale Haupstadt liegt am Fuße des Mount Cameroun auf ca. 1000m ü.NN. Der entsandte Gouverneur von Soden hatte wohl einige Probleme mit dem Klima in Douala. Deswegen hatte er im Jahre 1885 den armen Kolonialbeamten Jesko von Puttkammer auf Erkundungs-Tour in das Gebiet am Fuße des Mount Cameroun geschickt. An den Hängen des Mount Cameroun fand er in 1000 bis 1500 Metern Höhe viel bessere klimatische Bedingungen als in Douala. Puttkammer, selbst Gouverneur geworden, verlegte wenige Jahre nach seiner Exkursion die Kolonialregierung nach Buea. In diesem kleinen Bergdorf entstand die Hauptstadt Kameruns von 1901 bis zum ersten Weltkrieg. Wegen seiner guten Luft verbrachten viele Kolonialbeamte ihre Ferien hier.

Heute, 1999, hat sich am Klima nichts geändert. Wenn man aus Douala kommt und nach Buea fährt, empfindet man das Klima viel angenehmer. Sehr groß ist Buea nicht, es gibt aber dennoch einiges zu entdecken, wenn man ein wenig auf den Spuren seiner Urgroßväter wandelt. Puttkammer hatte in Buea das gleichnamige Puttkammer-Schlößchen erbauen lassen, das ihm als Gouverneurspalast diente. Von hier aus konnte er den Blick auf die Plantagen und das Anwesen der Deutschen voll geniesen. Wie auch der Gouverneurspalast so sind auch in ganz Buea noch viele Gebäude im wilhelminischen Stil zu finden. Vor dem Postamt steht der Bismarck-Brunnen aus dem Jahre 1898. Der alte deutsche Friedhof befindet sich hinter der Mobil-Tankstelle. Er wird auch heute noch im Auftrag der Botschaft gepflegt.

Einen wunderbaren Blick hat man auch von der Terrasse des "Buea Mountain Hotels". Hier kann man logischerweise übernachten oder einfach eine Pause einlegen. Auf dem Weg nach Limbe haben wir meist nicht die Teerstraße benutzt, sondern sind über die alte "Teestraße" in's Tal gefahren.


Mount Cameroun

Glühende Felsspalte

Lavastrom

Glühender Fels

Lava über der Straße
















 ------ Buea -------

Alte Kolonialhäuser

Die alte Krankenstation


























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