Der Wilde Westen - oder oft
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Die alte Teestraße

Sie verband und verbindet auch heute noch Limbe und Buea, nur wird sie nur noch von wenigen Leuten befahren. Diese Strecke ist, mal abgesehen von der schlechten Piste, einfach einmalig schön. Aus Richtung Douala kommend, zweigt ca. 3 km vor Limbe eine kleine Staße nach rechts ab. Man fährt serpentinenmäßig durch die hochgelegenen Teeplantagen. Auf dem Weg liegt auch noch eine Teefabrik und eine kleine Siedlung von Teepflückern. Einmal hatten wir sogar ausgesprochenes Glück als mitten in den Teeplantagen ein Schild auf der Straße stand, welches auf ein Restaurant deutete. Das Essen war zwar sehr improvisiert, aber der Blick von der wunderbaren Terrasse war einmalig. All die anderen Male als wir in Buea waren, haben wir wieder versucht, dort Rast zu machen, aber die kleine Kneipe exisitierte nicht mehr. Schade!

Auf dem Weg der alten Teestraße liegt eine katholische Jungenschule. Diese konnten wir bei unserem letzten Besuch besichtigen. Es sei noch erwähnt, daß die Schule nicht zur öffentlichen Besichtignung offen steht, sondern das wir vielmehr dienstlich dort Einblick haben durften. Auf den ersten Blick kam es uns vor wie ein Gefängnis. Die Schüler leben und arbeiten hier fast isoliert von der Außenwelt. So etwa wie der Film " Der Club der Toten Dichter" kam es mir vor. Die Schule an für sich machte einen sehr sauberen Eindruck und daß die Schüler wussten, was Disziplin ist, haben wir auch gemerkt. Bei einer Führung durch den Direktor kamen wir in eine Klasse, wo die Schüler in einem atemberaubenden Tempo von ihren Bänken aufsprangen und stramm standen. Toll! Es hat uns dann auch nicht verwundert, daß an dieser Schule die neue Elite herangezogen wird. Nach der Besichtigung der Schule folgten wir einem Tip, uns mal die Engelskirche bei Limbe anzuschauen.

Die Engelskirche Engelskirche

Auf der Teestraße von Buea Richtung Limbe biegt man nach einem kleinen Wäldchen und ca. 3 km nach der Teeplantage nach rechts auf eine sehr steinige Piste ab. Anfangs wussten wir zwar nicht, ob die Wegbeschreibung unseres Freundes stimmte, aber nach dem Gefühl mussten wir richtig sein. Vom Abzweig hat man noch etwa 6-8 km vor sich. Die Fahrt führt vorbei an winzigen Dörfern, die einen sehr gepflegten Eindruck machen. Als wir uns dann die steinige Piste einige Kilometer vorgekämpft hatten, sah man schon von weitem eine kleine Kirche ganz oben auf einem Hügel. Die letzten Meter vor der Kirche war die Straße wieder sehr gut und geteert. Wir fuhren mit dem Auto auf den Vorplatz der Kirche und der Blick auf Limbe und das Umland war sagenhaft schön. Das Wetter hatte an diesem Tag auch recht gut mitgespielt und so war eine super Fernsicht der Lohn der "Mühen". Die Engelskirche wurde 1892 von den Paludinern erbaut. Die Tür war zwar mit einem Schloß verriegelt, doch der Schlüssel steckte. Also haben wir die Kirche auch von innen besichtigt. Es war wirklich ein sehr guter Tip, sich die Kirche anzuschauen. Von Limbe aus kommt man auch recht einfach zur Kirche, wenn man weiß, wie. Man fährt auf der Umgehungstraße an Limbe vorbei. Auf dieser Straße geht nach ca. 2-3 km ein kleiner Weg nach rechts mitten in den Busch.

Teeplantage



Kl. Mount Cameroun




Schule



Blick auf Limbe


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