|
Die erste Begegnung mit dem Atlantik hätten
wir uns sicher anders vorgestellt, denn von Abkühlung kann
keinesfalls die Rede sein, wenn man sich in die Fluten stürzt,
da die Wassertemperaturen meist zwischen 28°C und 32°C liegen.
Man muß schon genau auf seine Füße sehen um zu
wissen, ob man jetzt schon im Wasser ist oder nicht. Die Strände
sind meist menschenleer - weit und breit ist niemand zu sehen. Manchmal
gehen wir an einen Strandabschnitt, den sich die Jungen aus den
Fischerdörfen aufgeteilt haben. Sie haben "ihren"
Abschnitten Namen wie St. Tropez oder Miami Beach gegeben. Die Jungs
holen einem, wenn man das möchte, Kokosnüsse von den Bäumen
oder grillen direkt am Strand Fisch und Crevetten. Das ist echt
ganz witzig und auf jeden Fall ein Erlebnis.
Wenn dann langsam der Tag zu Ende geht und wir den ganzen Tag am
Strand auf der faulen Haut gelegen haben, kommt der "kleine"
Hunger und zieht uns wie magisch in eins der vielen kleinen Restaurants
am Strand. Die sehr einfachen Restaurants sind sehr reizvoll. Meistens
sitzt man einige wenige Meter vom Wasser direkt am Strand. Vom Wasser
kommt eine kühle Brise und bläst die schwüle Luft
weg. Wenn man Glück hat, kann man hier die schönsten Sonnenuntergänge
beobachten. Dann noch ein kühles Bier..... Wenn es um's Bestellen
geht, gibt es meist keine Frage, was man ißt. Frischen Fisch,
Garnelen, Hummer oder andere Spezialitäten des Meeres werden
hier nach kamerunischer Art zubereitet.
An Sehenswürdigkeiten gibt es in Kribi nicht viel. Es gibt
eine alte deutsche Kirche, die noch aus Kolonialzeiten stammt und
noch immer Wind und Wetter trotzt. Nebenan gibt es einen deutschen
Friedhof, der mit Unterstützung der deutschen Botschaft 1999
renoviert wurde. Dann kann man noch einen Ausflug zu den Lobé-Wasserfällen
machen. Sie liegen 7 km südlich von Kribi in Richtung Campo.
Der Lobé Fluß stürzt hier mehr oder weniger spektakulär
in den Atlantik. Wer auf ein Erlebnis der besonderen Art aus ist,
oder die "Begegnung mit der 3. Art" erleben will, der
sollte mit der Piroge 14 km flußaufwärts fahren und die
Pygmäendörfer besuchen. Die Flußfahrt durch den
Regenwald ist zwar ganz nett, aber die Pygmäen sind wirklich
eine Verarschung erster Klasse. Man betritt nach einem kleinen Fußmarsch
ein schon auf den ersten Blick völlig gestelltes Pygmäencamp.
Dann kommt aus einer der 5 kleinen Hütten jemand mit einem
Speer und einem Fell heraus und ohne eine Frage stellt er sich mit
seinem Speer in Fotoposition. Die anderen "Dorfbewohner"
sitzen, denn würden sie aufstehen, würde man ihnen niemals
abnehmen, daß sie Pygmäen sind. Eine wahrhaft reife Leistung!!!
Vielen Dank an den, der die armen Kerle fürhmorgens mit dem
Bus in den Busch fährt, und sie am Abend nach getaner Statistenarbeit
wieder abholt.
Ebogo
Ein kleines Dorf etwa 30 km entfernt von Mbalmayo und 60 km von
Jaunde. Hier sind wir einige Male mit unseren Besuchern gewesen,
um auf dem Fluß Nyong mit Pirogen durch den Urwald zu fahren.
Es ist schon etwas abenteuerlich, während der Regenzeit auf
der sehr schlechten Piste nach Ebogo zu kommen. Deswegen galt die
Strecke für uns immer als Herausforderung an Mensch und Geländewagen.
Unser Lada Niva hat die Sache aber immer gut gemeistert. Wenn man
in dem kleinen Dorf ankommt, bestellt man besser gleich etwas zu
Essen in der kleinen "Schenke am Fluß", da die Zubereitung
manchmal mehr als 2 Stunden dauern kann. Auf der Speisekarte steht,
wie fast immer in Kamerun, Fisch und plattgefahrene Hühner.
Ein Schimpanse, der in dem Resturant angekettet ist, ist zuweilen
sehr gefährlich, da er oft mit Steinen auf die Besucher wirft.
Die Flußfahrt ist, wenn man sie das erste mal macht, wirklich
sehr interessant. Die Ruhe und die Geräusche aus dem Dschungel
sind schon super. Ob man nun zu den Pirogen (Einbaum) Vertrauen
hat oder nicht, sogar Mutter Zimmermann ist damit gefahren (obwohl
sie nicht schwimmen kann)! Man sollte vielleicht einfach ruhig sitzen
bleiben und nicht nach den verdammten Moskitos schlagen. Flußabwärst,
also auf dem Rückweg, geht es dann noch in die Mangroven, echt
bizarr oder unheimlich sieht hier alles im Halbdunkeln aus. Nach
1 Stunde kommt man dann von der Flußtour zurück und bekommt,
wenn man Glück hat, auch gleich etwas zu Essen. Auch mit dem
JET-SKI kann man auf dem Fluß fahren. Das hat Susan's Bruder
wie man sieht auch reichlich genossen.
|






----- Ebogo ------



|