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In den noch vorhandenen Regenwäldern kann
man leider nur noch wenige Baumriesen mit bis zu 50m Höhe finden.
Der Regenwald wird immer weiter zurückgedrängt. Er muß
zum einen Kakao-, Ölpalmen-, Kaffee- oder Bananenplantagen
weichen und zum anderen den Rodungen, die man immer weiter ausbaut.
Schade eigentlich! Der immergrüne Bergregenwald auf 800 bis
1200m ist nur noch sehr spärlich. Durch landwirtschaftliche
Nutzung, Überweidung und geologische Einflüsse ist ein
Großteil dieses Waldes schon verschwunden.
Viele verschiedene Palmen-Arten kann man nicht nur an den Küsten
sehen, sondern auch überall sonst trift man auf die unterschiedlichsten
Exemplare. Von Kokos- über Ölpalmen bis hin zu den schönsten
Fächerpalmen ist hier alles vorhanden. Wenn man botanisch interessiert
ist, sollte man sich mal in Limbe den Botanischen
Garten anschauen.
Genauso vielfälltig wie die Pflanzenwelt ist auch die Tierwelt.
Zum Schutz der Tiere hat man einige Nationalparks und Reservate
geschaffen.
Die großen Parks liegen fast alle im Norden, wie z.B. der
Waza Nationalpark oder der Bénoué Nationalpark.
Besonders im Bénoué Nationalpark am Fluß gibt es
noch zahlreiche Nilpferde und Krokodile. Die Regenwälder sind
Heimat der Affen. Auch der schon sehr selten gewordene Gorilla mit
seinen bis zu 200kg lebt in den Wäldern im Süden und Osten.
Aber auch Schimpansen, Meerkatzen, Mandrill-, Drill-, Colobusaffen
und viele mehr findet man hier. Kamerun soll eine der größten
Affenpopulationen besitzen. Kein Wunder, daß man so oft am
Straßenrand totgeschlagene Affen findet. Richtig übel ist
uns dann geworden, als wir in Jaunde an der Ecke zum Bahnhof die
zum Kauf angebotenen toten und halbtoten Gürteltiere, Krokodile,
Schlangen, Buschratten, Affen(teile) oder Schildkröten gesehen
haben. Besonders eklig ist das geräucherte "Buschfleisch".
Das können alle Sorten Fleisch sein (Affe, Ducker....). Da
muß man sich doch echt an den Kopf greifen, wenn man sieht,
was Kameruner so alles essen! An zivilisierte Menschen erinnert
einen das nicht - vielmehr an unsere Vorfahren. Die Leute haben
hier wirklich keinen Respekt vor Tieren und ihr Umgang mit ihnen
ist mehr als schockierend. Da verwundert es auch nicht das unsere
Nachbarn ihr Hunde windelweich Prügeln um sie dann später
zu essen. Wir wußten vorher nicht was für grauenvolle
Geräusche ein Hund von sich geben kann wenn er verprügelt
wird.
Unterwegs am Straßenrand ist die Beute oft an Stöcken
aufgespießt, also frisch zum Mitnehmen.
Wie artenreich das Land ist, das haben wir im eigenen Haus schon
ein paar mal erlebt. Die großen und kleinen Ameisen, die unverzüglich
über alle nicht sofort in den Kühlschrank geräumten
Essensreste herfallen, nerven nur noch manchmal. Selbst an Kakerlaken
gewöhnt man sich recht schnell. Die Frösche im Garten
machen sich eigentlich nur abends bemerkbar durch ihre Konzerte
oder wenn sie einem schnell noch aus dem Weg hüpfen wollen.
Ein ganz anderes Tier haben wir eines Morgens hinter der Schrankwand
entdeckt. Nach dem es ein paar mal ziemlich laut geraschelt hat,
haben wir nachgesehen, was das war. Es hat sich dann herausgestellt,
daß es ein Kamäleon ist. Süß das Tierchen
und wie es seine Farben geändert hat, war schon toll. Als es
dann eine Sekunde unbeobachtet im Garten war, ist es verschwunden
gewesen. Vielleicht lebt es immer noch bei uns, nur eben zu gut
getarnt. Viele Insekten, wie der Schmetterling (oben), Gottesanbeterinnen,
riesen Libellen oder Termiten gehören hier praktisch zum Inventar.
Im April 1999 haben wir auch gesehen, was bei uns
im Dach immer solche Geräusche macht. Unser Untermieter sieht
aus wie ein Eichhörnchen, nur viel größer. (Sobald
wir den Namen kennen, wird er ergänzt). Daß in unserem
Haus noch viele Geckos leben, ist nur am Anfang ungewohnt. Jetzt
wissen wir, wie nützlich sie sein können. Auf dem linke
Foto hat uns ein "Fan", der unsere Seite im Internet gefunden
hat ein Bild eines Goliath Käfers zu gesand. Er war schon oft
in Kamerun und nun Züchtet er diese tierchen. (Danke für
das Foto)
Ein Erlebnis ganz anderer Art hatten wir, als wir eines Abends
nach Hause kamen. Vor unserer Küchentür hatte uns schon
eine schwarze Schlange erwartet. Daß Susan nicht so ein Freund
von Schlangen ist, muß man noch dazu sagen. Leicht untertrieben!
Mir macht das nicht soviel aus, obwohl ich immer gehörigen
Respekt habe. Deshalb habe ich auch nicht versucht, die Schlange
anzufassen. Da ich nicht sicher war, welche Art es ist, habe ich
mich dafür entschieden, den Kopf abzutrennen. Das habe ich
dann auch gemacht und es hat mir echt leid getan.
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Unser Haustiger
Minka


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