Flora und Fauna in Kamerun
Sieht doch gut aus!


Bedingt durch die verschiedenen Klimazonen Kameruns ist das landschaftliche Spektrum und die damit verbundene enorme Vielfalt an Pflanzen und Tieren sehr beeindruckend. Dichte Regenwälder im Süden, Bergwälder und Grasland im Westen, Feuchtsavanne, Baum- und Buschsavanne sowie Steppengebiete im Norden. Was will man mehr? Es ist für uns landschaftlich das schönste Land, welches wir bis jetzt gesehen haben.

In den noch vorhandenen Regenwäldern kann man leider nur noch wenige Baumriesen mit bis zu 50m Höhe finden. Der Regenwald wird immer weiter zurückgedrängt. Er muß zum einen Kakao-, Ölpalmen-, Kaffee- oder Bananenplantagen weichen und zum anderen den Rodungen, die man immer weiter ausbaut. Schade eigentlich! Der immergrüne Bergregenwald auf 800 bis 1200m ist nur noch sehr spärlich. Durch landwirtschaftliche Nutzung, Überweidung und geologische Einflüsse ist ein Großteil dieses Waldes schon verschwunden.
Viele verschiedene Palmen-Arten kann man nicht nur an den Küsten sehen, sondern auch überall sonst trift man auf die unterschiedlichsten Exemplare. Von Kokos- über Ölpalmen bis hin zu den schönsten Fächerpalmen ist hier alles vorhanden. Wenn man botanisch interessiert ist, sollte man sich mal in Limbe den Botanischen Garten anschauen.

Genauso vielfälltig wie die Pflanzenwelt ist auch die Tierwelt. Zum Schutz der Tiere hat man einige Nationalparks und Reservate geschaffen.
Die großen Parks liegen fast alle im Norden, wie z.B. der Waza Nationalpark oder der Bénoué Nationalpark. Besonders im Bénoué Nationalpark am Fluß gibt es noch zahlreiche Nilpferde und Krokodile. Die Regenwälder sind Heimat der Affen. Auch der schon sehr selten gewordene Gorilla mit seinen bis zu 200kg lebt in den Wäldern im Süden und Osten. Aber auch Schimpansen, Meerkatzen, Mandrill-, Drill-, Colobusaffen und viele mehr findet man hier. Kamerun soll eine der größten Affenpopulationen besitzen. Kein Wunder, daß man so oft am Straßenrand totgeschlagene Affen findet. Richtig übel ist uns dann geworden, als wir in Jaunde an der Ecke zum Bahnhof die zum Kauf angebotenen toten und halbtoten Gürteltiere, Krokodile, Schlangen, Buschratten, Affen(teile) oder Schildkröten gesehen haben. Besonders eklig ist das geräucherte "Buschfleisch". Das können alle Sorten Fleisch sein (Affe, Ducker....). Da muß man sich doch echt an den Kopf greifen, wenn man sieht, was Kameruner so alles essen! An zivilisierte Menschen erinnert einen das nicht - vielmehr an unsere Vorfahren. Die Leute haben hier wirklich keinen Respekt vor Tieren und ihr Umgang mit ihnen ist mehr als schockierend. Da verwundert es auch nicht das unsere Nachbarn ihr Hunde windelweich Prügeln um sie dann später zu essen. Wir wußten vorher nicht was für grauenvolle Geräusche ein Hund von sich geben kann wenn er verprügelt wird.

Unterwegs am Straßenrand ist die Beute oft an Stöcken aufgespießt, also frisch zum Mitnehmen.

Wie artenreich das Land ist, das haben wir im eigenen Haus schon ein paar mal erlebt. Die großen und kleinen Ameisen, die unverzüglich über alle nicht sofort in den Kühlschrank geräumten Essensreste herfallen, nerven nur noch manchmal. Selbst an Kakerlaken gewöhnt man sich recht schnell. Die Frösche im Garten machen sich eigentlich nur abends bemerkbar durch ihre Konzerte oder wenn sie einem schnell noch aus dem Weg hüpfen wollen. Ein ganz anderes Tier haben wir eines Morgens hinter der Schrankwand entdeckt. Nach dem es ein paar mal ziemlich laut geraschelt hat, haben wir nachgesehen, was das war. Es hat sich dann herausgestellt, daß es ein Kamäleon ist. Süß das Tierchen und wie es seine Farben geändert hat, war schon toll. Als es dann eine Sekunde unbeobachtet im Garten war, ist es verschwunden gewesen. Vielleicht lebt es immer noch bei uns, nur eben zu gut getarnt. Viele Insekten, wie der Schmetterling (oben), Gottesanbeterinnen, riesen Libellen oder Termiten gehören hier praktisch zum Inventar. Im April 1999 haben wir auch gesehen, was bei uns im Dach immer solche Geräusche macht. Unser Untermieter sieht aus wie ein Eichhörnchen, nur viel größer. (Sobald wir den Namen kennen, wird er ergänzt). Daß in unserem Haus noch viele Geckos leben, ist nur am Anfang ungewohnt. Jetzt wissen wir, wie nützlich sie sein können. Auf dem linke Foto hat uns ein "Fan", der unsere Seite im Internet gefunden hat ein Bild eines Goliath Käfers zu gesand. Er war schon oft in Kamerun und nun Züchtet er diese tierchen. (Danke für das Foto)

Ein Erlebnis ganz anderer Art hatten wir, als wir eines Abends nach Hause kamen. Vor unserer Küchentür hatte uns schon eine schwarze Schlange erwartet. Daß Susan nicht so ein Freund von Schlangen ist, muß man noch dazu sagen. Leicht untertrieben! Mir macht das nicht soviel aus, obwohl ich immer gehörigen Respekt habe. Deshalb habe ich auch nicht versucht, die Schlange anzufassen. Da ich nicht sicher war, welche Art es ist, habe ich mich dafür entschieden, den Kopf abzutrennen. Das habe ich dann auch gemacht und es hat mir echt leid getan.




Ist doch schön, oder?

Termitenhügel

Krokodil

Gorilla

Schimpansen

Goliath Käfer

 Unser Haustiger
         Minka

Minka im Bett


Minka und Kamäleon


Minka bei der Arbeit


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