Unser Wohnsitz bis Juli 2000 -
 die Haupstadt Jaunde
Provinz Centre


Jaunde unser Wohnsitz bis Juni 2000

AFHEMI MUSEUM

Das Kulturrelle Leben in Kamerun köchelt so auf Sparflamme vor sich hin. Ab und zu gibt es ein Konzert, wobei das Konzert von Manu Dibango im Jahr 2000 zu den absoluten Highlights der letzen Jahre gezält hat.

Das Konzert fand im Rahmen des jährlichen Jazz-Festivals statt. Einige andere Sachen, wie Ausstellungen, Theaterstücke, kleine Konzerte oder Vorlesungen werden öfter vom Goethe Institut angeboten. Man freut sich wirklich, wenn man, meist durch Mundpropaganda von Kulturellen Ereignissen, erfährt. Eine tolles Museum, daß möchte ich schon vorwegnehmen haben wir kurz nach seiner Eröffnug im Nov./1999 besucht.

Das Museum AFHEMI ist beherbergt überwiegend Exponate einer privaten Sammlung, welche die Kunst, Geschichte und Kultur zentralafrikas zeigt. Dabei finden man neben Holzmasken aus verschiedenen Teilen Afrikas eine beeindruckende Sammlung aus Bronze Statuen und Masken. Desweiteren erfährt man eine Menge über zeremonielle Masken, Federmasken des Grasslandes oder Geheim- und Kulturgesellschaften. Man kann neben einem Königstrohn, Betten, Stühlen auch Schmuck aus vergangenen und heutigen Zeiten bewundern. Geführt werden Sie vielleicht auch wie wir vom Besitzer all dieser Schätze. Eine Geschichte gibt es jedenfalls zu allen Stücken in diesem Museum. Sei es woher sie kommen oder für welche Art von Geheimnissvollen Riten sie verwand werden. In Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Fongot Kini-Yen Kinni möchte ich mal einige der Exponate näher vorstellen.
   
Dies ist die Maske von KahNyonga in Bronze mit Antilopenhörnern und Muscheln. KahNyonga ist die Frau, welche den Stamm der Chamba vom Norden Kameruns in das Grasland von Bamenda führte.
 
 
 
 
Diese Frauen Maske "Ekpe" ist vom Stamm der Ikoi und Banyang, welche im Süd-Westen von Kamerun leben. Desweiteren findet man diese Maske auch im Süd-Osten von Nigeria bei den Stämmen der Ikoi, Effik und Anang. Sie ist aus Holz und Leder und symbolisiert die politische Macht des Löwen in den Geheimgesellschaften. Die Geheimgesellschaften sind die höchste Institution von Gesetzgebung und Regierung zwischen den Menschen.
 
Diese Frauenmaske aus Holz symbolisiert die alten Tratitionen des Matriachats, also einer Gesellschaftsordnung, in der die Frau die bevorzugte Stellung in Stadt und Familie hat. Sie wird getragen von den Frauen der Bakossi und soll die Kraft der Frauen zeigen. Heute symbolisiert die Maske die Königin der Göttinen welche den Zwillingen begegnet und die
 
Eine Fang Maske in Holz und Kupfer. Sie wurde früher benutz als eine Türrahmen-Maske oder als Hauspfeiler-Maske. Damit zeigte man seinen Adelstitel und soziale Stellung an.
Die Königsmaske in Holz, stammt vom Fondom (Königreich) Kedjom-Keku, einer Tikar Dynastie im Bamenda Grasland. Die Maske wird in besonderen königlichen Zeremonien benutzt, speziell für das Gedenken an die Vorfahren und früheren Fons.
Diese Maske der Bamilike vom Batie Königreich heißt Hu'Mbeum Maske. Sie ist für die Geheimgesellschaft der Reichen. Jemand kann nur ein Mitglied dieser äußerst lukrativen Gesellschaft werden, wenn er von einem Paten eingeführt wird. Die Mitglieder müssen hart arbeiten und vertrauenswürdig sein. Die Mitglieder müssen weiterhin einen feierlichen Blutpakt schwören, in welchem Sie ihr Ehrenwort geben andere Mitglieder nicht zu verraten oder das Ehrenwort zu brechen. Die Maske ist aus Muscheln gemacht und aus Stoff sowie aus gewobenen Bambus. Die Mitgliedschaft ist geheim und die Mitglieder tanzen nur während einer Todeszeremonie eines Mitgliedes.
Diese Maske ist die Maske der Prinzen im Königreich der Kedjom-Keku, im Bamenda Grasland. Die Maske ist aus Holz. Während der Inthronisierung eines neuen Königs tragen alle Brüder, welche die Wahl der Ratsversammlung der "Königmacher" anerkennen diese Maske. Sie Tanzen und zeigen damit ihre Anerkennung und Treue gegenüber dem neuen König. Wenn Sie nicht zu gunsten der Wahl des Bruders sind, werden die Masken nicht herausgebracht zum Tanzen. Und das bedeutet das die Brüder aus dem Stadtinneren an den Stadtrand ziehen, um dort ihre Häuser zu errichten. Dies ist ein Zeichen von offener Rivalität mit dem Burder, welcher als neuer Herrscher des Landes an die Macht gekommen ist
   

Das Museum ist geöffnet:
Di. - Fr. von 9.00Uhr bis 20.00Uhr
Sa. und So. von 10.00Uhr bis 21.00Uhr
Mo. geschlossen

Das Restaurant & Cafe ist geöffnet:
Di. - Fr. auf Bestellung
Sa. und So. 10.00Uhr - 22.00Uhr
Mo. geschlossen

Wir wurden wirklich könglich bewirtet, wobei ich nicht weiß, ob das immer so ist. Das Essen war ausgezeichnet und eine kleine Gesangseinlage der Belegschaft gabe es auch noch. Es ist vielleicht nicht verkehrt, wenn man das in einer Gruppe organisiert und auch das Essen vorher bestellt.

Transport- Service:
Unter der Nummer 311774 und 315416 kann man einen Treffpunkt ausmachen von dem aus man abgeholt wird. Wer sich ein wenig auskennt und ein Auto hat kann vom Postkreisel aus Richtung Damase fahren. Mit dem Taxi kostet es ca. 200FCFA bis zum Museum, von der Postzentrale aus. Ich gebe euch hier noch eine kleine Karte mit auf den Weg.


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