| Limbe
Die Landschaft ist einfach traumhaft, der kleine Mount Cameroun
mit seinen 2800 m ist nur einen Steinwurf entfernt vom Strand. Die
Hänge sind üppig bewaldet und selbst große Tropenwald-Bäume
reichen fast bis direkt an den Strand heran. Die Badestrände
liegen außerhalb von Limbe in Richtung nigerianische Grenze.
Je nach dem, wie weit die Strände von Limbe entfernt sind,
heißen sie z.B. Mile 6, Mile 8 oder Mile 11. Der Sand ist
hier durch das feingemahlene Lavagestein ganz schwarz. Unser Lieblingsstrand,
der Mile 11, war zwar kurzzeitig durch den Vulkanausbruch
des Mount Cameroun nicht erreichbar, aber nun gibt es wieder einen
Zugang. Die Anlage des Mile 11 ist super schön und am meisten
gefällt uns der Fluß, der aus den Bergen kommt und dann
in den Atlantik mündet. Die Wassertemperaturen liegen meist
zwischen 26°C und 30°C. Das Wasser ist klar und sauber.
Die Wellen sind hier immer gut geeignet, um auf
dem Bodyboard ein wenig zu surfen. Es ist einfach herrlich, auf
dem Board im Wasser auf dem Rücken zu liegen und auf den kleinen
Mount Cameroun zu schauen. Nach dem Baden ist die Erfrischung in
dem erwähnten Fluß das absolut Beste. Das Wasser im Fluß
hat nur etwa 23°C und wenn man aus dem Meer kommt mit seinen
ca. 30°C, bekommt man immer fast einen Herzinfarkt. Nach einer
Weile hat man sich aber daran gewöhnt und kann sich das Salz
von der Haut waschen. Der Fluß hat auch noch viele kleine
und große Fische zu bieten, die man mit einer Taucherbrille
sehr schön beobachten kann. Alleine wegen dieses Flusses ist
es für uns der bevorzugte Strand in Limbe.
Als Stadt (sehr großes Dorf) hat Limbe auf jeden Fall mehr
zu bieten als andere Orte. Es gibt einen Zoo, in dem viele Tiere,
deren Mütter getötet worden sind, eine zweite Heimat gefunden
haben. Bei jedem Besuch in Limbe statten wir auch dem Zoo einen
Besuch ab. Der Zoo ist zwar nicht sehr groß und die meisten
Tiere sind Schimpansen, Gorillas oder Mandrills, aber das ist auch
nicht so wichtig. Man weiß aber sicher, daß das Eintrittsgeld
für Futter verwendet wird. Mittlerweile kennen uns einige Angestellte
schon und erzählen bereitwillig über ihre Schützlinge.
Wer schon mal mit einem kleinen Affen gespielt hat
und ihn vielleicht auch schon auf dem Arm hatte, weiß, wie
witzig das ist und wie ähnlich sie uns in manchen Sachen sind.
Außer den Affen gibt es noch ein paar Schlangen (mein Favorit
ist die Gabunviper)
und Krokodile. Oft sieht man im Zoo oder auch im botanischen Garten
Schulklassen, die eine Exkursion machen. Der
botanische Garten ist eine weitere Sehenswürdigkeit
von Limbe. Wenn man einen Führer hat, der einem etwas erklären
kann, dann erfährt man sehr viele interessante Dinge über
tropische Pflanzen und ihre Bedeutung. Die Anlage ist sehr schön
gepflegt und es macht Spaß, unter den schattigen Baumriesen
spazieren zu gehen. Wenn dann abends die Sonne untergeht, führt
unser Weg meist in die MARS-Bar. Hier sitzt man direkt am Wasser
und kann bei guter Sicht den kl. und den gr. Mount Cameroun sehen.
Traumhaft schön ist der Anblick, wenn die Sonne am Horizont
verschwindet und die kleinen Inseln vor Limbe von hinten anstrahlt.
Wenn es dann richtig dunkel ist, kann man in der Ferne die Flammen
der Ölbohrplattformen sehen. Herrlich.....
Besichtigung der Bananenplantage in Tiko
bei Limbe
Eigentlich durch einen Zufall sind wir dazu gekommen,
die "DEL MONTE" Bananen-Plantage zu besichtigen. Wir hatten
in Limbe einen Deutschen besucht, der bei Del Monte Werkstattleiter
ist. Kurzer Hand hat er uns gefragt, ob wir nicht mal die Bananenplantage
besichtigen wollen. Da meine Mutti (Zimmermann) auch da war, haben
wir natürlich -Ja- gesagt. Wie stellt man sich so eine Plantage
vor? Viele Bananenstauden natürlich, das ist klar. Das wirklich
Interessante war aber die Frage, wie kommt die Banane vom Strauch
in die Kiste. Und wir wollten natürlich noch mit eigenen Augen
sehen, wo die Bananen gebogen werden :-))). Wir sind zu einer der
12 Sammelstellen gefahren. Hier werden die Bananenstauden, die aus
der Plantage kommen, an Haken gehängt, die an einem Schienensystem
laufen. In diesem ersten Schritt werden auch die blauen Plastikfolien
entfernt. Die sollen die Bananen gleichmäßig reifen lassen.
Am unteren Ende dieses Plastiksacks sind farbige Bänder angebracht.
Damit wissen die Leute, welche Banane wann abgeschnitten werden
muß. Die nun am Haken hängenden Bananen werden "fingerweise"
(das ist eine Gruppe von zusammengehörigen Bananen) abgeschnitten
und in ein Wasserbecken getan. Wahrscheinlich, um das ganze Gift,
das über die Plantagen gespritzt wird, grob abzuwaschen. Daher
vielleicht auch die Plastikfolien. Nun kommt der "Mann für
die Europa-Banane". Der hat doch tatsächlich ein Bananenmaß,
mit dem nur die für den europäischen Markt geeigneten
Exemplare ausgewählt werden. Wenn die Bananen diese erste Sortierung
überstanden haben, werden sie nach Mängeln untersucht.
An den Europa-Bananen darf auch nicht die kleinste
Unregelmäßigkeit sein. Ansonsten wandern sie auf den
großen "Ausschußhaufen" und werden dann auf
dem lokalen Markt verkauft. Nun laufen die Bananen über ein
Band in eine kleine Kammer, in der sie mit einer Konservierungsflüssigkeit
besprüht werden. Von einigen Frauen werden dann die Bananen
genau gewogen. In jeder einzelnen Kiste muß das Gewicht genau
stimmen, deshalb tauschen die Frauen die Bananenfinger so lange
hin und her, bis das Gewicht stimmt. Das ist schon eine Kunst für
sich, wie sie die Dinger dann letzten Endes in die Kisten packen,
die man dann im deutschen Supermarkt sieht. Zum Schluß wird
alles auf Paletten gepackt und mit einem LKW zu den Kühlschiffen
nach Douala gefahren.
Interessant ist vielleicht noch, daß die Bananen grün
geerntet werden. Der Reifeprozess wird dann künstlich in den
Kühlhäusern in Europa herbeigeführt. Die Bananen
können insgesamt bis zu 2 Jahren in Kühlhäusern zubringen
- Aussage eines Bananenexperten. Guten Appetit!!!
|







-- Tiko bei Limbe --





|