Der Wilde Westen - oder oft
 da gewesen und immer wieder anders


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Mount Cameroun
Teestraße von Buea nach Limbe

 

Limbe mit dem Charm einer britischen Kolonialstadt

Die englischsprachige Stadt, nicht weit von der Grenze zu Nigeria, hat ca. 20.000 Einwohner. In Limbe ist der koloniale Einfluß von England noch deutlich zu spüren. Der Ort hat irgend etwas, was nicht nur uns immer wieder wie magisch anzieht.

Limbe


Paradies Die Landschaft ist einfach traumhaft, der kleine Mount Cameroun mit seinen 2800 m ist nur einen Steinwurf entfernt vom Strand. Die Hänge sind üppig bewaldet und selbst große Tropenwald-Bäume reichen fast bis direkt an den Strand heran. Die Badestrände liegen außerhalb von Limbe in Richtung nigerianische Grenze. Je nach dem, wie weit die Strände von Limbe entfernt sind, heißen sie z.B. Mile 6, Mile 8 oder Mile 11. Der Sand ist hier durch das feingemahlene Lavagestein ganz schwarz. Unser Lieblingsstrand, der Mile 11, war zwar kurzzeitig durch den Vulkanausbruch des Mount Cameroun nicht erreichbar, aber nun gibt es wieder einen Zugang. Die Anlage des Mile 11 ist super schön und am meisten gefällt uns der Fluß, der aus den Bergen kommt und dann in den Atlantik mündet. Die Wassertemperaturen liegen meist zwischen 26°C und 30°C. Das Wasser ist klar und sauber. Die Wellen sind hier immer gut geeignet, um auf dem Bodyboard ein wenig zu surfen. Es ist einfach herrlich, auf dem Board im Wasser auf dem Rücken zu liegen und auf den kleinen Mount Cameroun zu schauen. Nach dem Baden ist die Erfrischung in dem erwähnten Fluß das absolut Beste. Das Wasser im Fluß hat nur etwa 23°C und wenn man aus dem Meer kommt mit seinen ca. 30°C, bekommt man immer fast einen Herzinfarkt. Nach einer Weile hat man sich aber daran gewöhnt und kann sich das Salz von der Haut waschen. Der Fluß hat auch noch viele kleine und große Fische zu bieten, die man mit einer Taucherbrille sehr schön beobachten kann. Alleine wegen dieses Flusses ist es für uns der bevorzugte Strand in Limbe.

Als Stadt (sehr großes Dorf) hat Limbe auf jeden Fall mehr zu bieten als andere Orte. Es gibt einen Zoo, in dem viele Tiere, deren Mütter getötet worden sind, eine zweite Heimat gefunden haben. Bei jedem Besuch in Limbe statten wir auch dem Zoo einen Besuch ab. Der Zoo ist zwar nicht sehr groß und die meisten Tiere sind Schimpansen, Gorillas oder Mandrills, aber das ist auch nicht so wichtig. Man weiß aber sicher, daß das Eintrittsgeld für Futter verwendet wird. Mittlerweile kennen uns einige Angestellte schon und erzählen bereitwillig über ihre Schützlinge. Wer schon mal mit einem kleinen Affen gespielt hat und ihn vielleicht auch schon auf dem Arm hatte, weiß, wie witzig das ist und wie ähnlich sie uns in manchen Sachen sind. Außer den Affen gibt es noch ein paar Schlangen (mein Favorit ist die Gabunviper) und Krokodile. Oft sieht man im Zoo oder auch im botanischen Garten Schulklassen, die eine Exkursion machen. Der botanische Garten ist eine weitere Sehenswürdigkeit von Limbe. Wenn man einen Führer hat, der einem etwas erklären kann, dann erfährt man sehr viele interessante Dinge über tropische Pflanzen und ihre Bedeutung. Die Anlage ist sehr schön gepflegt und es macht Spaß, unter den schattigen Baumriesen spazieren zu gehen. Wenn dann abends die Sonne untergeht, führt unser Weg meist in die MARS-Bar. Hier sitzt man direkt am Wasser und kann bei guter Sicht den kl. und den gr. Mount Cameroun sehen. Traumhaft schön ist der Anblick, wenn die Sonne am Horizont verschwindet und die kleinen Inseln vor Limbe von hinten anstrahlt. Wenn es dann richtig dunkel ist, kann man in der Ferne die Flammen der Ölbohrplattformen sehen. Herrlich.....

Besichtigung der Bananenplantage in Tiko bei Limbe

Eigentlich durch einen Zufall sind wir dazu gekommen, die "DEL MONTE" Bananen-Plantage zu besichtigen. Wir hatten in Limbe einen Deutschen besucht, der bei Del Monte Werkstattleiter ist. Kurzer Hand hat er uns gefragt, ob wir nicht mal die Bananenplantage besichtigen wollen. Da meine Mutti (Zimmermann) auch da war, haben wir natürlich -Ja- gesagt. Wie stellt man sich so eine Plantage vor? Viele Bananenstauden natürlich, das ist klar. Das wirklich Interessante war aber die Frage, wie kommt die Banane vom Strauch in die Kiste. Und wir wollten natürlich noch mit eigenen Augen sehen, wo die Bananen gebogen werden :-))). Wir sind zu einer der 12 Sammelstellen gefahren. Hier werden die Bananenstauden, die aus der Plantage kommen, an Haken gehängt, die an einem Schienensystem laufen. In diesem ersten Schritt werden auch die blauen Plastikfolien entfernt. Die sollen die Bananen gleichmäßig reifen lassen. Am unteren Ende dieses Plastiksacks sind farbige Bänder angebracht. Damit wissen die Leute, welche Banane wann abgeschnitten werden muß. Die nun am Haken hängenden Bananen werden "fingerweise" (das ist eine Gruppe von zusammengehörigen Bananen) abgeschnitten und in ein Wasserbecken getan. Wahrscheinlich, um das ganze Gift, das über die Plantagen gespritzt wird, grob abzuwaschen. Daher vielleicht auch die Plastikfolien. Nun kommt der "Mann für die Europa-Banane". Der hat doch tatsächlich ein Bananenmaß, mit dem nur die für den europäischen Markt geeigneten Exemplare ausgewählt werden. Wenn die Bananen diese erste Sortierung überstanden haben, werden sie nach Mängeln untersucht.


An den Europa-Bananen darf auch nicht die kleinste Unregelmäßigkeit sein. Ansonsten wandern sie auf den großen "Ausschußhaufen" und werden dann auf dem lokalen Markt verkauft. Nun laufen die Bananen über ein Band in eine kleine Kammer, in der sie mit einer Konservierungsflüssigkeit besprüht werden. Von einigen Frauen werden dann die Bananen genau gewogen. In jeder einzelnen Kiste muß das Gewicht genau stimmen, deshalb tauschen die Frauen die Bananenfinger so lange hin und her, bis das Gewicht stimmt. Das ist schon eine Kunst für sich, wie sie die Dinger dann letzten Endes in die Kisten packen, die man dann im deutschen Supermarkt sieht. Zum Schluß wird alles auf Paletten gepackt und mit einem LKW zu den Kühlschiffen nach Douala gefahren.

Interessant ist vielleicht noch, daß die Bananen grün geerntet werden. Der Reifeprozess wird dann künstlich in den Kühlhäusern in Europa herbeigeführt. Die Bananen können insgesamt bis zu 2 Jahren in Kühlhäusern zubringen - Aussage eines Bananenexperten. Guten Appetit!!!

Die Anlage des Mile 11

Kleiner Mount Cameroun

Schulkinder in Limbe

Der botanische Garten

Krokodil

Schimpansen

Gorilla


-- Tiko bei Limbe --



Stilleben

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Bananenstauden

Ausschuß

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